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Johanniskraut – Stimmungsaufheller aus der Natur

Im Mittelalter als Hexenkraut oder Teufelsaustreiber bekannt, ist Johanniskraut heute vor allem für seine beruhigenden, stimmungsaufhellenden und angstlösenden Eigenschaften berühmt. Doch die Pflanze mit den hübschen gelben Blüten kann noch andere Beschwerden lindern und wurde deshalb 2015 zu Arzneimittelpflanze des Jahres gewählt.

Das Echte Johanniskraut

Von den ca. 490 Johanniskrautarten weltweit wird vor allem das Echte Johanniskraut (Hypericum perforatum) medizinisch genutzt. Es wächst vorwiegend in gemäßigten Klimazonen wie Europa, Nordafrika oder Westasien und ist an Waldrändern, auf Lichtungen und Wegen sowie Brachflächen oder nährstoffarmen Wiesen zu finden.

Sein Name leitet sich von Johannes dem Täufer ab, weil der Legende nach am Ort seiner Enthauptung diese Pflanze gewachsen ist. Der Teufel soll dann, aus Angst vor deren Heilwirkung, ihre Blätter durchlöchert haben.

Johanniskraut kann eine Höhe von bis zu einem Meter erreichen und blüht zwischen Juni und September.

Wo kann Johanniskraut helfen?

Das häufigste Anwendungsgebiet von Johanniskraut ist die Behandlung von depressiven Verstimmungen, wie sie bei psychischen Belastungen oder hormonellen Schwankungen, z. B. während der Wechseljahre vorkommen. Johanniskraut kann mit seinen stimmungsaufhellenden, beruhigenden und angstlösenden Eigenschaften Schlafstörungen, Angstzustände oder Nervosität lindern.

Für diesen Effekt wird vor allem das in der Pflanze enthaltene Hyperforin verantwortlich gemacht. Es soll die Wiederaufnahme der Neurotransmitter (Botenstoffe) Serotonin, Dopamin sowie Noradrenalin hemmen und wirkt somit ähnlich wie Antidepressiva. Da Johanniskraut aber mit Verzögerung wirkt, darf mit ersten Anzeichen einer Verbesserung nicht vor zwei bis vier Wochen gerechnet werden.

Äußerlich als Öl angewendet kommt Johanniskraut, aufgrund seiner entzündungshemmenden Attribute, auch in der Wundheilung, z. B. bei Verbrennungen zum Einsatz. Zudem lindert es Schmerzen nach Verletzungen oder Verstauchungen und hilft bei Hexenschuss, Rheuma sowie Gicht.

Was sollte beim Kauf beachtet werden?

Experten empfehlen bei depressiven Verstimmungen die Einnahme von 600 bis 900 Milligramm Johanniskraut täglich. Da die richtige Dosis ausschlaggebend für die Wirkung ist, sollte beim Kauf eines Präparates vor allem die Konzentrationsangabe auf der Verpackung beachtet werden. Kapseln die im Super- oder Drogeriemarkt erhältlich sind, haben oft eine zu niedrige Dosierung oder enthalten gar kein echtes Johanniskraut. Hochdosierte, aus echtem Johanniskraut hergestellte Produkte gibt es in der Apotheke, manche sind sogar verschreibungspflichtig.

Johanniskrautarzneien sollten wegen der Gefahr von Nebenwirkungen besser nicht selbst produziert werden. Fertige Präparate sind in Form von Tee, Saft oder Extrakt sowie Tropfen, Kapseln oder Tabletten erhältlich.

Wann sollte auf die Einnahme von Johanniskraut verzichtet werden?

Besteht der Verdacht einer schweren Depression, sollte von einer Selbstmedikation Abstand genommen und erst der Rat eines Arztes eingeholt werden. Denn bei einer starken Depression ist Johanniskraut unwirksam und kann im schlimmsten Fall das Suizidrisiko erhöhen.

Es empfiehlt sich ebenfalls nicht Johanniskraut zusammen mit Hormonpräparaten wie z.B. der Pille einzunehmen, denn es kann deren Wirkung abschwächen. Während der Einnahme von hochdosiertem Johanniskraut muss immer auf Sonnenschutz geachtet werden, da der natürliche Schutz herabgesetzt wird.

Des Weiteren sollte Johanniskraut nicht gleichzeitig mit Blutgerinnungshemmern, Mitteln gegen HIV, Depression, Asthma und nach Organtransplantationen genommen werden, da es deren Wirkung abschwächt. Auch für Kinder, Schwangere, Stillende oder Personen mit lichtempfindlicher Haut gilt: Hände weg vom Johanniskraut.

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