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Norovirus – Lästiger Brechdurchfall nicht nur im Winter

Typischerweise treten sie im Winter auf: Magen-Darm-Erkrankungen aufgrund einer Infektion mit dem Norovirus. Die Folge: Brechdurchfall. Doch was hilft eigentlich im Erkrankungsfall und wie kann einer Ansteckung vorgebeugt werden?

Norovirus hochansteckend und widerstandsfähig

Der Norovirus tritt weltweit auf und verdankt seinen Namen der Stadt Norwalk (Ohio), wo der Erreger erstmals nach Ausbruch einer Gastroenteritis beschrieben wurde. Die Viren weisen unter dem Mikroskop eine runde Form auf und zeigen eine einsträngige RNA. Eine Unterteilung erfolgt in fünf Haupttypen, drei davon treten beim Menschen auf. Das Problem: Der Norovirus ist sehr wandelbar, es konnten mittlerweile mindestens 40 Untertypen gefunden werden.

Durch seine Wandelbarkeit ist er auch extrem widerstandsfähig gegen Umwelteinflüsse sowie Hygienemaßnahmen. Temperaturen von minus 20 Grad bis plus 60 Grad überlebt der Virus problemlos. Hauptsaison für die Verbreitung von Noroviren sind die Monate zwischen November und März. Zwar besteht nach einer Infektion Immunität, aber in der Regel nur wenige Monate und auch nur gegen den gleiche Subtyp.

Bereits kleinste Mengen des Virus sind ausreichend für eine Übertragung, die von Mensch zu Mensch durch direkten Kontakt mit der erkrankten Person oder mit seinen Ausscheidungen oder auch über kontaminierte Gegenstände erfolgt. Gerade durch Erbrochenes werden die Noroviren auch in der Atemluft verteilt. Zudem können verseuchte Lebensmittel oder verunreinigtes Wasser den Virus übertragen.

Typische Symptome einer Norovirus-Infektion

Nach einer Inkubationszeit zwischen sechs und 50 Stunden zeigen sich erste Symptome einer Infektion mit dem Norovirus. Während eine „normale“ Magen-Darm-Infektion oft nur mit leichtem Unwohlsein beginnt und sich langsam verschlimmert, treten Symptome einer Norovirus-Infektion plötzlich und auch heftig auf. Die klassischen Anzeichen einer Norovirus-Infektion sind:
• Übelkeit sowie heftiges Erbrechen im Schwall
• extreme und gehäuft auftretende Durchfälle
• Bauchschmerzen
• starkes Krankheitsgefühl gepaart mit Gliederschmerzen sowie erhöhter Temperatur oder Fieber
• Kopfschmerzen
Das Problem: In der akuten Phase der Infektion liegt aufgrund von Erbrechen und Durchfall ein deutlicher Flüssigkeitsverlust vor. Gerade ältere Menschen sowie Säuglinge, Kleinkinder und bereits gesundheitlich angeschlagene Menschen laufen Gefahr, eine Dehydrierung zu entwickeln.

Die Symptome sind in der Regel aber so schnell wieder verschwunden, wie sie aufgetreten sind. Nach etwa zwölf Stunden gehen sie meist zurück, auch wenn Brechdurchfall bis zu 48 Stunden andauern kann. Aber auch nach Abklingen der Symptome werden noch mindestens für 48 Stunden Viren ausgeschieden, weshalb auch solange hygienische Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden müssen.

Norovirus muss gemeldet werden

Die Diagnose ist meist anhand der Schilderung der Symptome möglich, wenn im Umfeld des Patienten bereits Fälle mit entsprechender Infektion aufgetreten sind. Allerdings wird nicht bei allen Erkrankten auch eine Stuhlprobe zur Untersuchung eingeschickt. Diese ist vor allem dann wichtig, wenn Infektionen in Kindertageseinrichtungen, Krankenhäusern oder Altenheimen gehäuft auftreten. Beim Nachweis muss eine Meldung an das RKI erfolgen.

Norovirus richtig behandeln

Antiviralen Arzneien gegen den Norovirus gibt es nicht. Deshalb ist die Therapie auch auf die Linderung der Symptome ausgerichtet. Um einer Dehydrierung (Austrocknung) entgegenzuwirken, ist vor allem eine ausreichend Zufuhr von Flüssigkeit (z. B. Tee, Wasser, fettarme Brühe) und Elektrolyten wichtig. Die Einnahme von Medikamenten gegen Durchfall ist beim Norovirus kontraindiziert, da die Virenausscheidung so verlangsamt wird.
Mit Nachlassen des Erbrechens können Betroffene leicht verdauliche und magenschonende Kost (z. B. Zwieback, Haferbrei) zu sich nehmen. Da Magen und Darm aufgrund des Erbrechens und des Durchfalls aber sehr strapaziert werden, sollten sie in den ersten Tagen noch etwas geschont werden.

Strenge Hygienemaßnahmen können Ansteckung vermeiden

Durch strenge Hygienemaßnahmen bei der Betreuung eines Erkrankten kann zumindest die Ansteckung anderer Familienmitglieder verhindert werden. Hygienische Maßnahmen sind:
• Isolierung der betroffenen Person
• regelmäßige und gründliche Reinigung und Desinfektion von Flächen und Gegenständen, die mit Erbrochendem oder Stuhl Kontakt hatten
• Tragen von Schutzhandschuhen bei der Reinigung und Desinfektion
• konsequentes und auch gründliches Händewaschen nach Toilettengängen und vor der Zubereitung von Lebensmitteln

Sowohl die Bettwäsche als auch die Kleidung sollte nach überstandener Infektion möglichst heiß gewaschen werden, um auch die daran haftenden Viren zu entfernen.

Kann einer Norovirus-Infektion vorgebeugt werden?

Gegen Noroviren gibt es weder einen Impfstoff noch Medikamente. Aufgrund seiner Widerstandsfähigkeit und ständigen Wandelbarkeit ist es schwierig, einen passenden Impfstoff zu entwickeln. Wichtigste vorbeugende Schutzmaßnahme ist deshalb eine strenge Hygiene, sobald im Umfeld Norovirus-Infektionen bekannt werden.

Zur Vorbeugung weitere Ansteckung dürfen Kinder nicht in Kindertageseinrichtungen oder zur Schule gehen. Auch von der Arbeit sollten Betroffene fernbleiben, ebenso sollte auf Kontakt zu Freunden und Bekannten für einige Tage verzichtet werden.
Für Kinder unter sechs Jahren gilt zudem, dass der Besuch in der Kindertageseinrichtung erst wieder erlaubt ist, wenn sie mindestens 48 Stunden seit dem letzten Erbrechen oder Durchfall keine Beschwerden mehr gezeigt haben.

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