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Wenn jede Sekunde zählt: Die fünf häufigsten Anzeichen für einen Schlaganfall

Jährlich erleiden etwa 270.000 Deutsche einen Schlaganfall. Rund 80 Prozent der Patienten sind dabei über 60. Ein reines Seniorenleiden ist der Hirninfarkt damit jedoch nicht, denn Schätzungen zufolge trifft er in fünf bis zehn Prozent der Fälle Personen, die unter 50 sind. Da Mediziner sogar Säuglinge in der Vergangenheit wegen eines Schlaganfalls behandeln mussten, ist es umso wichtiger, dass man die Anzeichen eines Hirnschlags rasch erkennt. Im nachfolgenden Artikel werden die fünf häufigsten Merkmale eines Schlaganfalls erläutert. Auf diese frühzeitig zu reagieren, rettet Betroffenen im Zweifelsfall das Leben. Nicht umsonst gilt unter Ärzten der Leitspruch „Zeit ist Hirn“, denn die Dauer eines unbehandelten Schlaganfalls gibt Aufschluss darüber, welche Schädigungen der Betroffene erleidet.

1. Sehstörungen

Wenn das Gesichtsfeld des Betroffenen plötzlich stark eingeschränkt ist, kann das ein klassisches Erstsymptom des Schlaganfalls sein. In der Regel äußert sich dies darin, dass derjenige beispielsweise Gegenstände, die links neben ihm stehen, komplett übersieht und davor läuft. Ebenso kann das räumliche Sehen in Mitleidenschaft gezogen worden sein, was störende Doppelbilder und Orientierungslosigkeit zur Folge hat.

2. Sprach- und Verständnisstörungen

Personen mit Verdacht auf Hirninfarkt reden stockend oder abgehackt. Sie verdrehen Buchstaben oder Silben. Manche verlieren ihr Sprachvermögen auch komplett, sofern das Sprachzentrum betroffen ist.

3. Lähmung und Taubheitsgefühle

Das Hauptmerkmal eines Schlaganfalls ist die Lähmung der Gesichtsmuskulatur. Gleichermaßen kann die Lähmung auch eine gesamte Körperseite befallen. Zudem erleben Schlaganfall-Patienten häufig Taubheitsgefühle in den Gliedmaßen.

4. Kopfschmerzen

Beim Schlaganfall kommt es oft zu einer Hirnblutung. Diese kann eine heftige Kopfschmerzattacke auslösen, die von Übelkeit mit anschließendem Erbrechen begleitet wird.

5. Schwindel und Gangunsicherheit

Ein Schwindelgefühl oder ungelenker Gang deuten nicht zwingend auf einen Schlaganfall hin – im Zusammenhang mit den anderen beschriebenen Warnsignalen sollte man beides jedoch unbedingt ernst nehmen.

 

Retter in der Not: Der FAST-Test

Der FAST-Test ist ein Verfahren der Deutschen Schlaganfall-Hilfe, das helfen soll, Schlaganfall-Symptome festzustellen. Hinter der Abkürzung FAST verstecken sich dabei die englischen Begriffe „Face/Arms/Speech/Time“ („Gesicht/Arme/Sprache/Zeit“). Wann immer der Verdacht auf einen Apoplex besteht, lässt sich mithilfe dieser Methode zügig eine sichere Diagnose stellen:

a) Der Betroffene soll lächeln: Wenn sein Gesicht dabei nur einseitig reagiert oder ein Mundwinkel deutlich herabhängt, ist Vorsicht geboten.

b) Gleichzeitig soll die Person beide Arme anheben: Gelingt dies gar nicht, nur einseitig oder mit deutlicher Verzögerung, besteht Handlungsbedarf.

c) Zusätzlich zum Lächeln und Armeheben soll ein einfacher Satz gesprochen werden, beispielsweise „Ich heiße XY und wohne auf der Musterstraße“: Ist die Aussprache verwaschen, eigentümlich oder stockend, weil nach Worten gerungen wird, leidet der Betroffene an einem Schlaganfall.

Wenn der FAST-Test nicht bestanden wird, muss umgehend die 112 angerufen und der Notarzt verständigt werden. Mit jeder Sekunde, die verstreicht, verliert der Betroffene wertvolle Zeit, die über sein Überleben entscheidet!

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